Liebe Leserin, lieber Leser Gedanken vor der Abreise Herzlich willkommen bei meinem Reisetagebuch. Ich beginne also zu schreiben, an meinem letzten Abend in der Schweiz für die nächsten drei Monate. Mein Name ist Martin Bundi, ich bin 21 Jahre alt, wohnhaft in Disentis/Graubünden und von „Beruf“ Student. Mit Hilfe von Masaki Negishi habe ich einen drei monatigen Aufenthalt in Japan geplant, der Morgen, am 1. Juni mit dem Flug nach Tokyo Narita beginnen wird. Ich werde während meines Aufenthaltes versuchen, so oft wie möglich dieses Tagebuch zu öffnen um meine Erlebnisse und Erfahrungen darin aufzuzeichnen. Ich möchte versuchen zu berichten, was ich mache, wie ich es mache und auch wozu ich etwas mache. Ich werde von Begegnungen mit den verschiedensten Menschen berichten, von meiner Gastfamilie, von meinen Japanischlehrern und vor allem auch von den Begegnungen mit den japanischen Judo, Aikido und Karate Meistern, von ihren Lehren und Trainingsmethoden. Und ich werde die Orte besuchen, die Japan zu dem machen, was wir im Westen kennen; die Grossstadt von Tokyo, die alte Hauptstadt Kyoto, das Inselreich Okinawa, die geschichtsträchtigen Städte Hiroshima und Nagasaki u.a. Aber nun eines nach dem anderen: Morgen fliege ich um 13:15 mit Air France nach Paris Charles de Gaulle, um dann mit einem Flugzeug der Japan Airline nach Tokyo zu fliegen. Die reine Flugzeit beträgt ungefähr 13.5 Stunden. In Tokyo angekommen, werde ich von einem Mitarbeiter des Kudan Institutes empfangen. Kudan Institute for japanese language and culture, so heisst die Schule, die ich während zwei Monaten besuchen werde, um die japanische Sprache zu erlernen. Doch dazu zu einem späteren Zeitpunkt mehr…Dieser Mitarbeiter wird mich zu meiner Gastfamilie bringen,die mir von diesem Institut zugewiesen wurde. Heute weiss ich lediglich, dass sie Familie Takashi heisst und aus Vater, Mutter und Tochter besteht.
Am Samstag und Sonntag habe ich dann Zeit, mich bei Ihnen einzuleben. Am Montag beginnt die Sprachschule. Das Schulhaus erreiche ich nach einer rund 70 minütigen Zugfahrt. Am Nachmittag und am Abend finden jeweils Aikido und Judo Trainings statt. Na dann, jetzt heisst es warten auf dem Abflug und hoffen, dass alles gut geht. Somit beende ich für heute meinen ersten Tagebucheintrag, und melde mich wieder sobald ich die Möglichkeit dazu habe! Bid dann... Tschö! Zürich, 31. Mai, Martin Bundi